Fast ein Jahrhundert lang war Ilha Grande kein Reiseziel: Es war ein Ort, an dem man Menschen wegschloss. Zuerst Quarantäne, dann Gefängnis. Diese Geschichte erklärt, warum der Wald hier unberührt geblieben ist.
Erbaut, um über das Meer ankommende Einwanderer in Quarantäne zu nehmen, war das Lazarett bis 1913 in Betrieb. Erhalten ist nur noch das Aquädukt, Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, um tausend Liter Wasser pro Stunde zu leiten — man erreicht es über den Weg T2.
Ilha Tour — örtliche Agenturilhatour.com→Ab 1903 Strafkolonie, ab 1940 das Gefängnis Cândido Mendes, das politische Gefangene aufnahm — die Schriftsteller Graciliano Ramos und Orígenes Lessa waren hier interniert. 1994 geschlossen, wurde sie gesprengt; das Dorf und sein Museum bestehen weiter.
Ilha Tour — örtliche Agenturilhatour.com→Ilha Grande steht seit 2019 auf der Welterbeliste, gemeinsam mit dem historischen Zentrum von Paraty, nach zwei Kriterien: der Wechselwirkung zwischen menschlichen Gesellschaften und ihrer Umwelt und einer außergewöhnlichen Biodiversität des atlantischen Regenwalds.
UNESCO — Welterbewhc.unesco.org→